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SGH und WGH (Details zu einer wunderbaren, realen Geschichte)

Leider ist die Zukunft des SGH ungewiss, aber die Geschichte seiner Geburt mag manchen auch heute noch interessieren.   Die Idee des Spanki...

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Freitag, 4. April 2014

The Birch Rod - revisited


Diejenigen unter meinen Lesern hier im Blog und in einigen Spanking Foren, werden sich vielleicht erinnern, dass ich gelegentlich die  Herstellung von Birkenruten näher beschrieben habe (z.B. hier am 03. Januar 2014).

Das kommt nicht von ungefähr, da die klassische Rute nicht nur ein historisch bedeutendes Hilfsmittel zur Disziplinierung von Kindern in Schulen war, sondern auch in der Bestrafung von Kriminellen  breite Anwendung fand. Allerdings kann man die bei letzteren verwendete Rute nur dem Namen nach mit denen in der Schule vergleichen.

Bei unserem eigenen Thema, dem Spanking Gerichtshof, kommt die Rute immer häufiger zur Anwendung. Obwohl es heutzutage schwierig wird, jüngere Bäume zu finden, deren Zweige noch in Rechweite sind, gelingt es immer wieder, einige zu finden. In der viktorianischen Zeit, in der Blüte der Rutenanwendung, pflanzte man die Bäumchen ganz bewusst in Nähe der Schulen an und hatte solchermaßen die Möglichkeit, eine reichhaltige Ausbeute von geeigneten Zweigen jederzeit zur Verfügung zu haben. Das ermöglichte sogar den Luxus, Missetäter loszuschicken, um die Zweige für die eigene Rute nach genauen Vorgaben frisch zu schneiden, die sich unter anderem nach Alter des Delinquenten und Breite des zu züchtigenden Hinterteils richteten.

In der auf sechs Bücher angelegten Serie über die historische Entwicklung und Charakterisierung überzeugter Flagellanten "The Fellowship of the Rod" von Jaqueline Ophir geht es ganz wesentlich auch um den Einsatz der Rute. Über mehrere Generationen wird die Ausprägung flagellantischer Neigung über die Schule und über private  Beziehungen nahezu wissenschaftlich untersucht, und es wird dabei auf die detaillierte Beschreibung der Herstellung von Ruten sehr viel Wert gelegt. Die Autorin hat bei diesen sehr lesenswerten Büchern offensichtlich viel Hintergrundwissen aus der Zeit zwischen 1734 und 1834 recherchiert. Bisher veröffentlicht bzw. im Handel sind Band I mit den Büchern 1 und 2, sowie Band II mit Buch 3. Vorgesehen sind die Bände III und IV mit den Büchern 4-7. Ophir pflegt einen sehr breit angelegten Stil mit minutiösen Schilderungen der Periode, der Beweggründe der handelnden Personen  und der Entwicklung einer Schicht von Spankern in fast genealogischer Reihenfolge.

In zwei Büchern aus Band I wird sehr ausführlich auf die Anfertigung von Ruten eingegangen:

…natürlich muss eine Birkenrute weder aus Birkenholz gefertigt werden, noch muss sie vorgegebenen Mustern von Länge, Gewicht, Zahl der Zweige, Biegsamkeit, oder Art des Bindens folgen – vorausgesetzt sie bleibt im Sinne der späteren Anwendung in unserem Sinne effektiv. Frische Zweige von Birken sind sicherlich ideal, aber Apfelzweige sind fast gleichwertig (wie die Schüler des Winchester College in England schon zu Chaucer's Zeit entdeckten) wie auch Zweige der Weide oder jeden anderen Baums mit biegsamen Zweigen, die gerade und lang wachsen. Welchen Baum auch immer man auswählt, die Zweige müssen etwa gleich lang und gleich dick sein, damit die fertige Rute kompakt durch die Luft saust und sich nicht mitten in der Luft zu einem Besen schlecht zusammen passender Äste öffnet.



Je länger die geplante Rute werden soll, umso weniger zahlreich aber dicker sollten die Zweige sein; je kürzer die Rute, umso dünner und zahlreicher die Zweige. Länge und Beschaffenheit der Rute soll davon abhängen, ob man beabsichtigst, den Empfänger der Rute auf Armlänge zu züchtigen, oder in intimerer Nähe wie z.B. über dem Schoß….(Band I, Buch 1, Seite 6).

Später in dieser Geschichte muss eine ältere Schülerin am Vorabend ihrer bevorstehenden öffentlichen Züchtigung in einer Art Einzelzelle zwei Ruten selber anfertigen. Dabei wird sie von einer Lehrerin beaufsichtigt bzw. schickaniert und muss so oft neu anfangen, bis diese mit dem Ergebnis zufrieden ist.

…Christabel verbrachte den größten Teil der Nacht damit, aus einem riesigen Haufen grüner Zweige, die sie am Nachmittag gesammelt hatte, zwei Ruten zu binden. Miss Newton war wieder mit Anweisungen zur Hand, wie eine Rute anzufertigen sei und anderen Bemerkungen in der Absicht, das Mädchen sich miserabel fühlen zu lassen. Über die Zahl der Zweige waren sich die Experten nicht einig, sie schwankt zwischen sieben und zehn. Miss Newton entschied sich für neun. Die endgültige Zahl sollte sich eher nach ästhetischen Gesichtspunkten richten.

„Du beginnst mit der Auswahl der korrekten Zahl von Zweigen, dann arrangierst Du sie derart, dass die feinen Enden der Zweige zusammen eine dichte Masse bilden“ instruierte sie die schaudernde Christobel. Dieses Vorgehen lässt die dicken Enden der Zweige unberücksichtigt; sie haben natürlich ungleiche Längen und die Rute sieht anfangs sehr schlampig aus. Aber Miss Newton hatte eine scharfe Schere, um die Enden für den Handgriff auf gleiche Länge zu trimmen ohne die Anordnung der feinen Enden zu stören.

„Nun drehe die Zweige so, dass die gekrümmten nach innen zeigen. Wenn Du das nicht tust, wirst Du das deutlich spüren und die Rute zerbricht früher.“ Auf ihrem kalten Bett sitzend sprach Christobel  de Vere kein Wort, sondern folgte den Anweisungen. Nach einiger Zeit hatte sie die getrimmten Zweige so angeordnet, dass die gekrümmten Ästchen nach innen zeigten und die Rute entsprechend kompakt aussah.

Nachdem Miss Newton das Design akzeptiert hatte, fischte sie eine Rolle mit weißem Seidenband aus ihrer Schürze und wies Miss de Vere an, den Griff der Rute mit diesem eleganten Material zu binden und am Ende eine breite Schleife zu lassen, deren beiden Enden natürlich von Miss de Vere an das Band anzunähen wären. Nach ihrer Meinung sollten Ruten generell ordentlich gebunden werden, wobei weißes Material nicht unbedingt notwendig wäre, aber geschmackvoll. Miss Newton wusste aus Erfahrung, dass Novizen den Fehler machten, mit dem Binden bei dem oberen Abschnitt des letzten Drittels zu beginnen und dann abwärts zu wickeln. Der Druck des Bandes ist am Beginn des Bindens am größten. Auf diese Weise bietet das Endprodukt einen eingeschnürten Anblick wie in einem Korsett. Außerdem schränkt zu festes Binden die Bewegungsfreiheit der Zweige ein und die Rute ist daher weniger effektiv. Wenn man dagegen unten beginnt und nach oben wickelt, bietet die Rute am Ende einen eher konischen Anblick. Vom Standpunkt des Strafenden aus ist diejenige Konfiguration ideal, wenn der Kopf der Rute in voller Bewegung  - und daher auch im Moment des Auftreffens – soweit auffächert, dass er die zu strafenden Fläche in etwa abdeckt. Je breiter der Hintern, um so breiter muss der Fächer sein und um so zahlreicher und länger die Zweige. Die Charakteristik des Fächerns einer Rute hängt daher davon ab, wie die einzelnen Zweige nach innen zeigen und wie locker sie gebunden sind. Zu enge Bindung und zu viele Zweige bilden so etwas wie einen Reisigbesen oder sogar eine Keule; zu wenige und zu lange Zweige und man hat nicht mehr eine Rute, sondern eine Peitsche. Die Feinjustierung eines solch präzisen Instrumentes wie die Rute, das jedes Mal - angepasst an den Einsatz - frisch hergestellt werden sollte, bedarf einiger Expertise, wie Miss de Vere in dieser Nacht lernen musste, als Miss Newton, die Perfektionistin, ihr jedes Mal forführte, wenn sie das Ergebnis ihrer Bemühungen durch die Luft hieb, um sie dann auseinander zu reissen und Chrsitobel anzuweisen, einen neuen Versuch zu machen… (Band !, Buch 2, Seiten 134-135).


Die Ausführlichkeit dieser Beschreibung ist ein gutes Beispiel für die Sorgfalt der Autorin bei der Recherche für diese sehr lesenswerten Bücher. Sie sind noch bei Amazon im Handel.

Meine eigenen Bemühungen, schöne Ruten zu binden scheitern immer an der Knappheit geeigneter Birkenzweige, was bei der Menge überall herumstehender riesiger Birken wie ein Hohn klingt. Doch tatsächlich muss man lange suchen, bis man junge Bäume mit erreichbaren Zweigen findet, die brauchbar gewachsen sind (gar nicht zu schwärmen von dem Lotterie Gewinn eines frisch gefällten Baumes mit Mengen von Zweigen wie 2012).
Bei unserem letzten Gerichtshof waren die beiden Ruten zu buschig und überlappten die präsentierten Kehrseiten zu sehr. Weniger wäre tatsächlich mehr gewesen. Das gibt dann schon einmal unerwünschte Nebenwirkungen, über die man sich weder beim Arzt noch beim Apotheker erkundigen kann. Aber die durchaus vorhandenen Ruten aus Weide und Haselnuss fanden keine Interessenten. Der Conoisseur weiß eben um den fiesen Reiz der klassischen Birkenrute!

Freitag, 3. Januar 2014

Wie fertigt man eine Rute an



Es gibt viele Arten von Ruten. Im Prinzip reicht es, 6-8 mehr oder minder dicke Zweige (Weide, Haselnuss, Birke u.ä.) von Laub und Ästchen zu befreien und diese zusammen zu binden.

Damit hat man eine brauchbare Rute, die auch gewaltig Aua machen wird.

Die klassische Birkenrute besteht allerdings nicht aus ein paar nackten Zweigen, sondern erfordert ein wenig mehr Arbeit. In historischen Zeiten war das Bereitstellen einer gut gewässerten Rute Sache des Personals. Frische Birkenzweige selber konnte man kaufen, wenn man keinen Baum im eigenen Garten hatte. Das Binden der Rute war Aufgabe der Dienstboten, die Gouvernante machte sich damit die Hände nicht schmutzig. Sie war jedoch die Expertin in der Anwendung und der Verzierung des Griffes.

Wenn man heutzutage Birken gefunden hat, deren Äste bis zum Boden hängen, ist das schon mehr als die halbe Miete. Man sollte sorgfältig nach möglich geraden, 60-80 cm langen, gut belaubten Zweigen suchen. Nach dem Abschneiden sollten sie am unteren Ende etwa 1 cm stark sein.

Da sich am letztlich doch nicht alles Material nutzen lässt, sollte man mindestens 12 Zweige pro Rute abschneiden.

Rohstoff für die Rute


Im Bild sieht man eine sehr reiche „Ernte“. Es kann aber auch sein, dass sich das Laub eher am Ende des Zweiges befindet. Das schadet nicht, weil man nur die dünnen, verzweigten Teile des Zweiges für den „Kopf“, also das „business end“ der Rute benötigt.


Vor der Entblätterung

In der Regel wird ein Zweig vor dem Binden zu etwa 2/3 nackt sein. Das restliche Drittel weist viele kleine seitlichen Verzweigungen auf und viel Laub. Die Blätter müssen entfernt werden, aber ganz vorsichtig, weil die kleinen Ästchen einen großen Anteil am späteren Lustgewinn der Subbie ausmachen.

Es folgt eine sorgfältige Prüfung der Brauchbarkeit. Zunächst sollten alle einzelnen Zweige etwa gleich dick und lang sein. Kürzen nur am dicken Ende. Nun darauf achten, dass die meisten der seitlich herausragenden Ästchen in einer Ebene liegen. Was nach oben  oder unten ragt, wird abgeschnitten. Man muss die einzelnen Zweige mehrfach drehen, um festzustellen, welche Verzweigungen eine gewisse Fläche ergeben.

Einige Zweige nach Entblätterung

Wenn man die auf diese Weise bereinigten Zweige aufeinander legt, ergibt sich ein dichtes Geflecht wie bei einem Reisig-Besen.


Einige integrierte Zweige

Das Bild zeigt nur das Prinzip. Für eine ordentliche Rute benötigt man natürlich etwas mehr Material. Das Integrieren der einzelnen Zweige in ein ästhetisch anspruchsvolles Produkt ist die eigentliche Kunst und kann etwas dauern.


Fertiger Kopf

Das Griff-Ende kann man sehr schön gestalten. Gouvernanten früherer Epochen haben nicht nur ein Tuch um das Ende gewickelt, sondern auch ein hübsches Schleifchen. Ich fürchte, die Zöglinge wussten allerdings das Kunstwerk nicht so recht zu schätzen. Heute sind bei den Banausen Kabelbinder angesagt, bei Feingeistern fast unsichtbarer Draht, oder eine dünne Schnur.

Kleine und große Rute


Das Endresultat der ersten Anwendung zeigt dann die typischen ganz kleinen Striemen und Verdickungen, wo die Enden der Zweige auftreffen. Die kumulierte Wirkung schon nach wenigen Hieben produziert schrittweise einen fast unerträglichen Schmerz. Allerdings ist er so einmalig, dass die Neugier bei den Passiven die Angst verdrängt. Man will das mal probieren. Meine „Test-Opfer“ waren tatsächlich recht mutig, wie die Fotos zeigen. Eine ordentliche Strafe besteht jedoch aus mindestens 30 Hieben und ist äußerst brutal. Auch waren die damaligen Ruten, wie sie von der Justiz verwendet wurden, ungleich gemeiner.

Folgendes Foto zeigt sehr schön, wie schon nach wenigen Hieben ein überlappendes Muster entsteht und auch die Haut leicht verletzt werden kann.

Typische Rutenspuren


Ein eher lästiger, aber unvermeidlicher „Collateral Damage“ ist der Grund, warum ich die Testläufe ins Bad verlegt habe.


Ohne Besen Schweinerei

Es empfiehlt sich sehr, dort zu spielen, wo hinterher ein Besen genügt, die abgebrochenen Brösel wieder einzusammeln. Selbst in der „kontrollierten“ Umgebung meines Bades ging das nicht „Andenken“. Eines der Flugobjekte fand ich in meinem Zahnputzglas
.
Allerdings ist ein Bad auch der klassische Stimmungstöter für ein so erotisches Erlebnis wie ein „birching“.

Ideal geeignet ist natürlich ein Spielzimmer mit Fliesen und ohne Textilien, die hervorragende
Verstecke für herumfliegende Teile der Rute sind. Denn zerlegt wird jede Rute, egal wie frisch sie ist. Für unseren Gerichtshof haben wir gewöhnlich zwei Exemplare, die aber nicht bei jeder Strafe verwendet werden. So überleben sie gewöhnlich die Veranstaltung.