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SGH und WGH (Details zu einer wunderbaren, realen Geschichte)

Leider ist die Zukunft des SGH ungewiss, aber die Geschichte seiner Geburt mag manchen auch heute noch interessieren.   Die Idee des Spanki...

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Donnerstag, 22. Januar 2015

Schachmatt

Nachdem ich meine Leser schon auf Spanking-Schach eingestimmt hatte, habe ich meine Mitstreiter jedoch nicht überzeugen können.
Zwar halten sie ein Spanking-Spiel für durchaus interessant, aber eher auf der Linie von „Mensch ärgere dich nicht“. Das ist mir aber zu banal. Auf jeden Fall bin ich froh, diesen Weg der Abstimmung gewählt zu haben. Da bleibt mir zumindest einiges an Arbeit erspart.
Wie geht es nun weiter?
Es hat sich niemand gefunden, der den Gerichtshof übernehmen will. Unser Richter Kristall hat sich aber einige Gedanken gemacht und möchte weiterhin mitmachen. Ich denke, wir werden im Herbst den SGH VI in leicht veränderter – man könnte auch sagen entschärfter – Form veranstalten. In erster Linie geht es darum, mehr weibliche Passive anzusprechen. Daher müssen wir etwas sanfter mit den Hinterteilen umgehen. Terminlich muss sich das außerhalb der Sommerferien und vor der einsetzenden kalten Jahreszeit abspielen. Das wären also zweite Hälfte September und erste Hälfte Oktober.
Wer Lust auf dieses Event haben sollte, kann ja einmal in den Kalender schauen und mir mitteilen, wann es nicht geht. Das gilt natürlich in erster Linie für die aktiven Mitspieler, die männlichen und weiblichen Büttel, den Richter Kristall und selbstverständlich für die passiven Teilnehmer.
Es könnte zum ersten Mal als Location das Bedo Studio (Dortmunt) in Frage kommen, also eine etwas weitere Fahrt für die Südlichter. Mag sein, dass einige das nicht schaffen können, aber dafür locken wir vielleicht etliche Nordlichter an. Eine von Kristalls Vorstellungen sind alternierende Veranstaltungen im Süden und im Westen.
Nach den sehr voneinander abweichenden Reaktionen auf den SGH V habe ich mein Engagement in den Foren erst einmal beendet. Ich hatte keine Lust, mich mit der „habe ich ja immer schon gesagt“ Fraktion zu langweilen. Sobald wir aber einen belastbaren Termin für den Herbst haben, werde ich mich wieder zu Wort melden, die Kalender füttern und auch im Blog regelmäßig posten. Bis dahin wünsche ich allen ein erfolgreiches, harmonisches, konfliktfreies Jahr 2015 und einen regelmäßig warmen Hintern, von wem auch immer das erwünscht ist.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Gardé

(Schach ist wie das Leben. Boris Spassky)

Lasst mich mal über Schach schreiben, liebe Leser. Um es gleich vorweg zu sagen, ich bin eher das Gegenteil eines Experten, habe aber in meinen jungen Jahren viel und sehr unbedarft gespielt. In anderen Worten, ich habe meistens verloren!

Meine Gegner waren in der Rangfolge meiner Niederlagen ein guter Freund, ein Abiturient, vier Jahre älter. Danach kam ich vom Regen in die Traufe, nämlich gegen meinen Vater, dessen einzige Freizeitbeschäftigung im Laufe von 8 Jahren russischer Kriegsgefangenschaft das – richtig geraten – Schachspiel war und das auch noch mit echten Experten. Ich hatte nie eine Chance! Nach dieser Erfahrung ließ bei mir das Interesse mächtig nach, und mein nächstes Waterloo kam viele Jahre später gegen einen Kollegen, der im Laufe einer Nacht so ganz nebenbei fast im Alleingang eine Flasche Cognac schaffte und mich dazu.

Da ich mir selber eine durchschnittliche Portion Intelligenz zubillige, musste es einen tieferen Grund für meine Niederlagen geben. Nach langem Grübeln kam ich zu dem Schluss, dass es an meinem Temperament liegen müsste. Mein Stil konnte mit einem einzigen Wort beschrieben werden: Attacke! Das gab wunderbare Anfangserfolge – und immer wieder die Vernichtung in irgendwelchen vermeidbaren Fallen!

Aber offenbar war ich damit nicht alleine. In einer kurzen Historie des Schachspiels fand ich folgenden Passus:

Die pendelartige Gegenbewegung zum analytisch-systematischen Schachverständnis ließ nicht lange auf sich warten. Das romantische Schach war ein Spielstil, der sich nicht um den strategischen Aufbau einer Partie kümmerte, sondern vom ersten Zug an auf "Matt" spielte. Das Opfer spielt hierbei eine zentrale Rolle: Dem romantischen Ideal des "Einzigwahren" zu folgen, entsprach einem "draufgängerischen" Stil mit atemberaubenden Opferkombinationen, bei denen oftmals nur die zum Mattsetzen nötigen Figuren auf dem Spielbrett verblieben.

Na also! Soweit zu meinen Lebenserfahrungen bezüglich eines zugegeben schönen Zeitvertreibs, bzw. einer lebenslangen Passion, wenn man das Spiel ernsthaft betreibt.

Das Schachspiel ist seit seiner Entstehung irgendwo im nördlichen Indien immer missbraucht worden, hat Reiche zerstört, Menschen gebrochen, Vermögen verdient und verloren und zu allerlei Unfug verführt.

Die Weizenkorn-Saga kennt fast jeder, der mit diesem anschaulichen Bild die Wucht von Exponentialfunktionen kennen lernte: 2 hoch 64 sagt noch wenig, aber ein Güterzug, der in jedem Wagen 20 Tonnen geladen hat, würde 730 Jahre brauchen, um an Dir vorbei zu fahren!
Das macht die Sache deutlich.

Eher rustikal war die Schachpartie in „Unser Mann in Havanna“, wo die Schachfiguren durch Fläschchen aus der Hotelbar ersetzt wurden. Jede geschlagene Figur musste ausgetrunken werden.

Sapientia ferulae und justitia dolorem facit, die Leitsätze meines Blogs, können durchaus im Kontext zum Schachspiel, den Konsequenzen nach verlorener Partien und der Ungerechtigkeit des Lebens schlechthin gesehen werden.

Darüber hinaus gibt es einen fast eleganten Übergang zum neuen Event, dem Spanking-Schach. Denn das Herausnehmen einer Figur vom Schachbrett nennt man bekanntlich „Schlagen“, sowohl direkt als auch „en passant“, gewissermaßen der Klaps auf den Hintern im Vorbeigehen. Seit einiger Zeit denke ich an eine neue Spielform, die den Spanking Gerichtshof ablösen, oder alternativ mit diesem im Wechsel stattfinden  soll.

In Ludwigs Blog „Rohrstock-Palast“ hat er einmal ein Schachspiel mit lebenden Figuren erwähnt. Das wird ja schon hier und da gespielt. Ein Kommentar zu diesem Post enthielt ganz konkrete Vorschläge, wie man das ins Spankoland übertragen könnte. Für unsere hiesigen Verhältnisse waren die nicht praktikabel, doch die Wiederentdeckung dieser Vorschläge unter meinem Material für Spanking Geschichten zündete die Idee, wie man Spanking in das Schach-Spiel integrieren könnte.

Das will ich mit Euch, liebe Leser im neuen Jahr diskutieren. Ich hoffe, die Idee zündet wie eine Rakete. Die pyrotechnischen werdet Ihr ja erst einmal zünden wollen, ehe wir in die Diskussion um die virtuellen eintreten. Also guten Rutsch, immer schön vorsichtig sein beim Feuerwerken und ein erfolgreiches neues Jahr Euch allen.