Empfohlener Beitrag

SGH und WGH (Details)

Die Events zum Abbau von Stress und Frust und zur Realisierung  unerfüllter Fantasien! Der SGH Die Idee des Spanking Gerichtshofes ...

Freitag, 16. April 2021

Astra Zeneca revisited

Ich habe mich einige Wochen mit Kommentaren zum Zeitgeschehen zurückgehalten. Es ist müßig, aus den Verrenkungen der Macht-Spielchen, dem Wahl-Fieber und der Pandemiebekämpfung Brosamen herauszupicken, die meinen Lesern nützliche Informationen bringen würden. Das ist ein unwirtliche Gemengelage, die man den Politikern überlassen sollte!

Doch eine bewusste Fehlinformation, oder besser gesagt eine Unterlassung seitens der Politik muss ich ganz einfach kommentieren!

Der Impfstoff von Astra Zeneca ist ohne Zweifel sehr wirksam. Das hat die EMA (die europäische Zulassungsbehörde) mehrfach bekräftigt. Doch im Gegensatz zu den reinen m-RNA Impfstoffen, ist die RNA bei Astra Zeneca an ein Trägervirus gekoppelt. Das ist ein Adeno-Virus aus einer großen Gruppe ähnlicher Viren mit DNA als Erbsubstanz. 

Alle virologischen Infos zu Adenoviren will ich Euch ersparen. Der entscheidende Punkt, so die glaubwürdigste Theorie ist - im Unterschied zu den Biontech und Moderna Vaccinen - dass bei den Astra Zeneca und J&J Impstoffen freie DNA ins Blut gelangt. Denn diese Adeno Viren haben keine Hüllen wie die meisten Viren.

Wenn DNA ins Blut gelangt, z.B. aus geplatzten Zellen des eigenen Körpers, kann eine extrem seltene Fehlreaktion des Immunsystems einen Komplex zwischen eigener DNA und eigenen Throbozyten als Eindringling betrachten und diese Thrombosen verursachen.

Adeno-Viren sind hüllenlos, d.h. die DNA, an die die m-RNA von Covid-19 gekoppelt ist, kann genau diese Reaktion verursachen, extrem selten und unter Umständen auch nur bei Menschen, die schon einmal eine solche Erkrankung durchgemacht haben, also vorgeschädigt sind.

Diese Reaktion ist bisher nie als Nebenwirkung einer Vaccine beobachtet worden, obwohl  Adenoviren bei der Herstellung von Impfstoffen aller Art routinemäßig verwendet werden. Nur - noch nie wurden so viele Menschen in so kurzer Zeit geimpft. Und nun tritt eine bisher noch nicht mit Impfungen in Verbindung gebrachte Nebenwirkung auf, die so selten ist, dass sie - statistisch betrachtet - ein einziges Mal unter 1 Million Menschen auftritt. Die Korrelation zwischen diesem seltenen Ereignis und einem Impfstoff (Astra Zeneca) erschien zunächst unwahrscheinlich, bis ein zweiter Impfstoff  (J&J), ebenfalls mit freier Adeno Virus DNA als Träger, die gleichen seltenen Reaktionen hervorzurufen schien. Das brachte die Hematologen auf die vermutlich richtige Spur.  

OK. Das ist die wissenschaftliche Seite. Ein extrem seltenes Ereignis, das nur aufgrund der in ganz kurzer Zeit geimpften Millionen von Leuten beobachtet werden konnte. Aber die Fälle existieren und es gab Tote. Nun kommt die politische Seite, wegen der ich diesen Post schreibe:

Die Nebenwirkung wurde bei insgesamt sehr wenigen Menschen, hauptsächlich Frauen beobachtet. Es gibt dennoch keine belastbare Statisitk bezüglich Geschlecht oder Alter der Betroffenen. Warum man nun aus purer Verzweiflung wegen des Mangels an Impf-Dosen beschloss, die Verimpfung der Astra Zeneca Vaccine weiterhin zu empfehlen, aber nur an ältere Menschen, wurde nie wirklich erklärt - und sicherlich nicht ganz korrekt:

1. Junge Menschen sterben selterner an Covid-19 als alte. Junge brauchen also weniger Schutz als Alte.

2. Diese seltene Nebenwirkung nach Astra Zenca oder J&J Impfung tritt bei jungen und älteren Menschen auf. Es gibt keine Daten, die auf eine bestimmte Population hinweisen. Auch Frauen als die vermeintliche Mehrzahl der Betroffenen auszumachen, macht weder statistisch noch hematologisch Sinn.

3. Man empfahl daher die Verimpfung von Astra Zeneca an ältere Menschen ausschließlich deshalb, weil die Risiko Abwägung unterschiedliche Schutzbedürfnisse ergab. Die älteren Menschen mussten auf jeden Fall den Impfschutz bekommen, sie waren deutlich stärker dem Risiko der schweren Covid Erkrankung ausgesetzt als die jüngeren Menschen. Doch sie wurden gleichwohl dem Thrombose Risiko ausgesetzt. Wollte man das man den Jüngeren ersparen? Ehrlicherweise hätte man sofort der gesamten Bevölkerung diesen Impfstoff anbieten  - oder ihn aus dem Verkehr ziehen müssen!

  Es ging also nie um die Vermeidung dieser gefährlichen Nebenwirkung, sondern nur um den Verbrauch der vorhandenen Impfstoffe wegen der bestehenden Mangelsituation!  

Liebe Leser, diese Geschichte zeigt wieder einmal, dass fehlende Details in einer Information diese total verfälschen können. Aber wer hört sich schon die Bundespressekonferenz an, bei der übrigens diese Information auch nicht vermittelt wurde?

Keine Kommentare: