Ich hatte nun einige Wochen Zeit, über die Ereignisse des Herbstes und meine eigenen Pläne nachzudenken. Es war für mich selber ganz spannend herauszufinden, ob ich sofort oder nach kurzer Zeit "Entzugsprobleme" bekommen würde, wenn mir dieser endgültige Verzicht auf den Gerichtshof, der ja sehr spontan war, richtig bewußt würde.
Tatsächlich habe ich keinerlei Probleme. Interessant war nur, dass die Reaktionen der Community und meiner engeren "Freunde" außerordentlich sparsam waren. Ich hatte daher nach einiger Zeit ohne irgendwelche Kontakte (mit ganz wenigen Ausnahmen) das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Selbst von Menschen, die zum engen Kreis des Gerichtshofes gehörten, habe ich nichts mehr gehört.
Ich habe den Gerichtshof nicht aufgegeben, weil ich mein unmittelbares Ende vor Augen hatte, sondern ich wollte schon länger persönlich etwas kürzer treten. Die Panne des Gerichtshofs 5 war ein Anlass, nicht der Grund. Im Augenblick denke ich über etwas anderes nach, es kann aber auch der Gerichtshof in anderem Gewande sein, auf jeden Fall intimer und eher auf weibliche Teilnehmer abgestimmt.
So mancher Richterspruch mag korrekt sein, die Strafe dagegen ungerecht. Daher haben sich passionierte Liebhaber von Law and Order zusammen gefunden, um Recht nicht mit Wegsperren, Sozialstunden oder Geldstrafen zu sprechen, sondern mittels körperlicher Züchtigung. Sie sind der "Spanking Gerichtshof". Hier findet der geneigte Leser Berichte, Termine und Gedanken einer engagierten Spielgruppe zum Thema Gerechtigkeit und Spanking.
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Donnerstag, 27. November 2014
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Der SGH hat seine Pforten geschlossen ...
….es bleibt abzuwarten, ob und von wem sie wieder geöffnet
werden.
Am vergangenen Wochenende begann
der 5. SGH viel versprechend, aber es zeigte sich schnell, dass wir zu unvorbereitet für sensible Gemüter etwas härtere SM-Praktiken eingeführt hatten. Das
ist von Anfang an ein Webfehler im Geflecht des SGH gewesen: wir haben immer
wieder den Spagat versucht, Spanker und SM-ler unter einen Hut zu bringen. Es
geht nicht. Das wurde jetzt sehr deutlich.
Dazu kam noch das immer klarere Übergewicht von Solo-Männern und deren Anspruch an recht harte
Bestrafungen. Bei den Bemühungen, das zu realisieren, konnten wir ganz einfach nicht mehr alle Teilnehmer mitnehmen.
Dementsprechend waren auch Zustimmung und Ablehnung extrem gestreut.
Der persönliche Vorwurf, mit SSC
zu liberal umgegangen zu sein, hat dann bei uns beiden zu den notwendigen Reaktionen geführt: hape hat sich öffentlich entschuldigt und mich von jeder Verantwortung frei gesprochen; ich habe mich dennoch von den Vorwürfen getroffen gefühlt und den Entschluss gefasst, das SGH zu „beerdigen“. Trotz aller Ehrenerklärungen ist mein Ruf beschädigt.
Ich denke, es würde auch nicht
damit getan sein, den hard-core Jungs ihr eigenes Event an einem Sondertermin
zu bieten. Sicherlich gibt es einige, die solch einen Rollenspiel Unterbau für
die ersehnte Tracht Prügel durchaus begrüßen würden, aber wer soll das organisieren?
Es ist überdies durchaus so, dass
möglicherweise das Gesamtkonzept des SGH auf falschen Vorstellungen beruht. Ursprünglich hatten wir die „Vision“, mit dieser Veranstaltung ein
ausgewogenes Publikum anzusprechen bzw. anzulocken. Gedacht war an Frauen und
Männer, vorzugsweise Paare. Das hat aber nie richtig funktioniert. Und die
Veranstaltung driftete dann mehr und mehr in die falsche Richtung, obwohl mit zunehmendem Erfolg.
Ich hoffe sehr, dass sich jemand
finden wird, der den SGH ganz neu auf die Schiene setzt, z.B. in einer Region
wie NRW, die weitaus mehr aktiv tätige Spanking Klientel aufweist als Süddeutschland und auch noch Leute aus Norddeutschland anzieht..
Dieser Blog wird auf jeden Fall bleiben und auch
weiterhin dem SGH und anderen Events eine Plattform bieten.
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